Die Idee zu diesem Projekt entstand während der Corona-Krise, als es staatlich angeordnete Kontaktbeschränkungen gab und ganz besonders ältere Menschen mit Vorerkrankungen, die nun zur Risikogruppe gehörten, nur wenig oder gar nicht mehr aus ihren Wohnungen kamen und somit den Kontakt zu ihrem Umfeld drastisch reduzierten.
Aber auch andere Menschen, die nicht zur Risikogruppe gehörten, wurden zu Home-Office oder unsere Kinder zu Home-Schooling verdonnert. Auch hier kam es bei dem einen oder anderen zu sozialer Isolation.
Was wäre, wenn man auch dann, wenn man zu Hause bleiben muss, dennoch mit anderen in Kontakt bleiben könnte? Wie könnte man das realisieren?
Natürlich kann man hin und wieder Freunde, Bekannte oder Familienmitglieder anrufen oder sich anrufen lassen. Aber die durch Isolation entstandene Einsamkeit vertreibt ein solches Telefonat sicher nur für kurze Zeit und den Rest des Tages ist man wieder alleine.
Wie aber könnte eine Lösung aussehen? Ich erinnerte mich an die 70er und 80er Jahre des letzten Jahrhunderts. Da gab es noch keine Mobilfunkgeräte, die einen jederzeit an jedem Ort erreichbar machen. Damals hatten ambitionierte kommunikative und Kontaktfreudige Menschen CB-Funkgeräte. Mit diesen Dingern konnte man aktiv neue Kontakte knüpfen, sich an Unterhaltungen aktiv beteiligen oder einfach nur zuhören, wenn sich andere unterhielten. Das machte Spaß, brachte Leben in die Bude und auch die eine oder andere Freundschaft ist daraus entstanden.
Ein großer Nachteil dieser CB-Funkgeräte waren die oftmals großen Antennen, enorme Störgeräusche und auch die Störanfälligkeit anderer Geräte. Da hat man auch schnell mal den Fernsehempfang des Nachbarn gestört, der darüber meist gar nicht begeistert war. Auch die oft nicht sehr große Reichweite stellte für einige einen Nachteil dar. Diesen CB-Funk gibt es noch immer, aber für das aktuelle Problem stellte er keine befriedigende Lösung dar. Man müsste sich erst entsprechende Geräte kaufen, dann auch noch Antennen aufbauen, Kabel verlegen …. viel zu großer Aufwand. Es muss doch noch eine andere Lösung geben.
Zufällig stieß ich auf eine Lösung, die das vorhandene Mobilfunknetz nutzt und sowohl über spezielle Geräte als auch über mittlerweile bereits weit verbreitete Smartphones nutzbar ist. Auch für den heimischen PC gibt es eine Software, die es möglich macht, diesen speziellen digitalen Funk zu nutzen. Dabei ist nicht nur die Sprachqualität beeindruckend gut. Auch die Reichweite ist praktisch unbegrenzt. Für den eigentlich erdachten Zweck, mit Menschen innerhalb des eigenen Kiezes in Kontakt zu treten und Kontakte zu pflegen, ist diese enorme Reichweite zwar nicht notwendig, aber schaden kann sie auch nicht.
Für diese spezielle Art des Funks gibt es auch einen Anbieter, der die Software für private Nutzung kostenlos zur Verfügung stellt. So kann man eine APP für Android oder IOS Systeme laden, installieren und nach kurzer kostenloser Registrierung sofort loslegen.
Natürlich ist mir klar, dass nicht jeder Mensch so technikaffin ist, und sofort in der Lage ist, die Software zu installieren, den richtigen Kanal einzustellen und einfach loszulegen. Deshalb kam mir die Idee, einfach einige dieser speziellen Funkgeräte zu bestellen und diese dann als Leihgeräte zur Verfügung zu stellen. Diese Geräte haben dem normalen Smartphone gegenüber einige Vorteile. Zum einen liegen sie besser in der Hand, haben auch da noch Empfang, wo das normale Handy oder Smartphone gerade nicht mehr funktioniert und auch die Betriebszeit ist wegen der meist leistungsfähigeren Akkus deutlich größer.
Nun gut, die Geräte und die Software sind gefunden, jetzt muss die Idee nur noch an den Mann und natürlich auch an die Frau gebracht werden. Eine erste Mitteilung bei nebenan.de und bei Facebook haben ein paar Interessenten gebracht, nur leider hatte ich zu diesem Zeitpunkt noch keines meiner bestellten Leihgeräte zur Verfügung. Auch hier sehe ich wieder, dass es stimmt, dass aller Anfang schwer sei.
Die Idee entstand während der Corona-Krise, zu einer Zeit, wo viele Menschen sich nicht trauten, ihr Heim zu verlassen, weil sie um ihre Gesundheit fürchteten. Aber diese Einsamkeit nicht nur älterer Menschen existierte sicher schon vorher und wird auch nach der Krise noch existieren. Umso interessanter finde ich den Gedanken, auf diese Weise mit seinen Nachbar, in der gleichen Straße, dem Kiez oder auch mit Menschen, die weiter entfernt wohnen, in Kontakt zu treten, neue Freundschaften entstehen zu lassen und sich einfach täglich treffen zu können, ohne das Haus verlassen zu müssen. Man vergisst auch sehr schnell, dass es viele Menschen gibt, die das Haus gar nicht verlassen können.
Interessiert? Dann probieren Sie doch selbst aus, wovon ich gerade geredet habe. Laden Sie sich die Software für Ihr Smartphone oder ihren PC herunter, registrieren Sie sich und fügen Sie einen oder mehrere unserer Kanäle hinzu. Wenn sich jemand auf ihrem ausgewählten Kanal befindet, sagen Sie doch einfach mal Hallo und stellen sich ganz kurz vor.
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KiezTalk – Berlin-Zehlendorf – Erfahren Sie von anderen aus Ihrem Kiez, was gerade passiert oder informieren Sie andere über aktuelle Ereignisse wie Straßensperren, Unfälle, Feste oder andere besondere Vorkommnisse. Oder unterhalten Sie sich einfach mit Ihren Nachbarn in der Nähe oder auch weiter entfernt.