Warum das Handy keine Krisenvorsorge ist

Wenn der Südwesten dunkel wird

Der Stromausfall im Berliner Südwesten hat uns letzte Woche kalt erwischt. Und er hat eine Schwachstelle offengelegt, über die wir dringend reden müssen: Unsere Kommunikation.

Es dauerte keine zwei Stunden, da waren die ersten Balken auf den Displays verschwunden. Wer in Steglitz, Zehlendorf oder Lichterfelde wohnte, war plötzlich isoliert. Keine WhatsApp an die Familie, kein kurzer Anruf bei den älteren Nachbarn, keine News-Updates. Das Gefühl der Isolation wiegt in solchen Momenten oft schwerer als der ausgefallene Kühlschrank.

Wir verlassen uns im Alltag blind auf eine Infrastruktur, die Strom braucht. Fällt dieser weg, sind wir stumm.

Die Rückkehr des „Buschfunks“

In den letzten Tagen habe ich viele Gespräche geführt. Eine Erkenntnis zog sich wie ein roter Faden durch die Berichte: Diejenigen, die sich vernetzen konnten, waren ruhiger.

Hier kommt ein Thema ins Spiel, das oft belächelt oder als „Prepper-Hobby“ abgetan wird: Lizenzfreier Funk (PMR446 / Freenet).

Nein, man muss kein Funkamateur mit großer Dachantenne sein. Einfache, robuste Handfunkgeräte reichen aus, um in der Nachbarschaft oder innerhalb der Familie in Kontakt zu bleiben. „Geht es euch gut?“, „Braucht jemand Hilfe?“, „Hat der Supermarkt am S-Bahnhof noch offen?“. Diese kleinen Informationen schaffen Sicherheit, wenn die großen Nachrichtenkanäle schweigen.

Welches Gerät ist das richtige? (Ein Fundstück)

Der Markt für Funkgeräte ist riesig und oft unübersichtlich. Von 20-Euro-Spielzeug bis zu 300-Euro-Profi-Equipment ist alles dabei. Ich habe mich selbst gefragt: Was legt man sich eigentlich „für den Fall der Fälle“ in die Schublade, ohne gleich ein Studium der Funktechnik zu absolvieren?

Bei meiner Recherche bin ich auf eine extrem hilfreiche Seite gestoßen: krisenfunk.de.

Der Guide dort (Stand 2026) hat mir gut gefallen, weil er genau das Problem löst, vor dem ich stand: Erschlagen von der Auswahl. Statt 50 verschiedene Modelle aufzulisten, werden dort nur drei konkrete Kategorien empfohlen:

  1. Ein „Sorglos“-Modell für Familien (günstig & einfach).
  2. Ein robuster Allrounder, der genialerweise mit normalen AA-Batterien läuft (mein persönlicher Favorit).
  3. Ein Preis-Leistungs-Tipp speziell für den deutschen Freenet-Bereich.

Ich fand die Aufbereitung sehr pragmatisch. Wer seine private Krisenvorsorge ergänzen will, sollte da mal reinschauen. Denn eines hat der Ausfall bei uns im Südwesten gezeigt: Ein Funkgerät, das man hat und bedienen kann, ist im Zweifel mehr wert als das teuerste Smartphone ohne Netz.

Bleibt sicher und vernetzt!

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